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allgemein:namensaenderung:namensaenderung

Namensänderung

Ablauf

  • Auf der Hälfte der HRT, frühestens also nach 3 Monaten HRT stellt Frau den Antrag beim zuständigen Familiengericht auf Vornamensänderung, Anlage zwei unabhängige Gutachten
  • das Gericht hört die Antragstellerin persönlich an und entscheidet darauf unabhängig
  • das Urteil (heißt leider so) wird ohne Rechtskraftvermerk zugestellt
  • die Frist innerhalb der Wartezeit beträgt 4 Wochen, in der Frist kann sowohl die Antragstellerin als auch die Staatsanwaltschaft Widerspruch einlegen
  • nach den abgelaufenen 4 Wochen wird das Urteil nochmals zugestellt, diesmal mit Rechtskraftvermerk
  • die Zustellung erfolgt nicht am gleichen Tage, da Gerichtspost meist erst 14 Tage später rausgeht, nachfragen beschleunigt diesen Vorgang nicht …
  • mit dem rechtskräftigen Urteil kannst du deinen neuen PA beantragen, die Zeitfenster der Einwohnermeldeämter sind ja allen bestens bekannt (und ganz wichtig, beim Rententräger eine weibliche Rentennummer beantragen !!!)
  • nach der I. Sitzung der GA-OP bekommt Frau eine Operationsbestätigung, in der der Passus „und somit nicht mehr zeugungsfähig“ enthalten ist. Genau diese Formulierung ist unabhängig davon, ab wann man wirklich zeugungsfähig war, sie wird so vom Gesetzgeber gefordert
  • Mit dieser Bescheinigung und den zwei bereits vorhandenen Gutachten stellt Frau nun den Antrag auf Personenstandsänderung beim zuständigen Familiengericht
  • danach wieder das gleiche Prozedre: Anhörung, Urteil ohne Rechtskraftvermerk, 4 Wochen Widerspruchsfrist, dann Urteil mit Rechtskraftvermerk
  • mit diesem Urteil Antrag auf Personenstandsänderung beim Geburtstandesamt stellen
  • alle Urkunden werden vom Standesamt daraufhin auf den weiblichen Status umgeschrieben, in der Geburtsurkunde ist z.B. keinerlei Hinweis auf die männliche Vergangenheit enthalten, Ausnahme ist die Abstammungsurkunde (wird nur zur Heirat gebraucht), da steht drin, das Kind war früher dem männlichen Geschlecht zugehörig und trug den Vornamen xxx …
  • mit der neuen Geburtsurkunde läßt Frau beim Einwohnermeldeamt den weiblichen Status eintragen, was z.B. vermeidet, daß man wie oftmals in der Vergangenheit Post an z.B. Herrn „Vanessa Hoppe“ erhält …

Anzumerken ist noch, daß die Gerichte, das Einwohnermeldeamt und die Polizei über die erfolgte Vornamenänderung und die Personenstandsänderung informiert werden …

Bei welcher Behörde müssen Sie Ihren neuen Namen bekanntgeben, welche Papiere müssen Sie aktualisieren lassen?

  • Agentur für Arbeit
  • Bewohnerparkausweis
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein), Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Führerschein
  • Hochschule
  • Hundesteuer
  • Lohnsteuerkarte
  • Personalausweis
  • Reisepass
  • Rentenversicherung
  • u.v.m.

Darüber hinaus sollten Sie Ihren Arbeitgeber, Ihre Bank und Ihre Versicherungen, Ihre Krankenkasse, die Versorgungsunternehmen und die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) informieren. Denken Sie auch an die Ummeldung Ihres Kabel- und Telefonanschlusses. Und: Vergessen Sie nicht, Freunden und Bekannten Ihren neuen Namen mitzuteilen.

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allgemein/namensaenderung/namensaenderung.txt (552 views) · Zuletzt geändert: 2020/12/25 18:39 von admin

* Ich bin weder Juristin, Ärztin noch Datenschutzbeauftragte! Meine Artikel stellen KEINE Beratung dar, sondern geben lediglich das wieder, was ich in eigener Recherche herausgefunden habe. Ich übernehme keine Gewähr für Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit meiner Ausführungen und keinerlei Haftung für mögliche Gesundheits- bzw. Rechtsfolgen.